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Berlinale

2204113


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Mon, Feb 13

TEDDY TODAY

Column by Andrea Winter

Während der Berlinale brauchen Cineasten keinen Schlaf und entwickeln ungeahnte Kräfte. Deshalb besitze ich seit Sonntag-morgen keine Kaffeekanne mehr, was tragisch ist, denn auf dem Weg ins Kino ist das braune Getränk mein Aufputschmittel Number One and only.

Das Gefäß zersprang, als ich meinen Bizeps beim Runterdrücken des Kaffeesatzes nicht bändigen konnte. Kontrollverlust nennt man das vermutlich. Die neue Dekoration in meiner Küche sah so entzückend aus, dass ich schnell ins Panorama-Office floh. Dort ist man immer gut aufgehoben und bekommt bekanntlich alles, auch guten Kaffee.

Wenn ich vor zwei Tagen im „Daily“ deklariert habe, dass jedes Film-Festival genau das Publikum hat, das es verdient, dann ist das nur die halbe Wahrheit. Was wäre die Berlinale ohne ihre qualifizierten Mitarbeiter? Nach 365-tägiger Abstinenz begibt man sich freudig ins hektische Panorama-Office und fühlt sich wieder wie zuhause, home at last! Draußen lauert das Wetter des Grauens, aber hier geht die Sonne stündlich mehrmals auf. Die Panorama-Lokomotive 2006 ist in Schwung und dampft fröhlich vor sich hin: Der diskrete Charme der Professionalität.

Das Festival ist „half way through“, Bergfest sozusagen. Zeit, um mit Margaret von Schiller ein kleines Resumée zu ziehen. Große Freude darüber, dass die Panorama-Kinosäle in diesem Jahr wegen des großen Interesses aus allen Nähten platzen. Die politischen Inhalte, viele davon aus den Bush-geplagten USA, kommen beim Publikum gut an, seichte Kino-Themen adé.

Video: Margaret von Schiller with
a tentative intermediate result

Danach begann mein Kino-Tag mit Herzklopfen: Meryl Streep und Lily Tomlin als Country-singendes Schwesternpaar!! „A Prairie Home Companion“, das sehr vergnügliche und gar nicht queere Werk von Regie-Altmeister Robert Altman, lebt neben dem Star-Aufgebot von einem Feuerwerk witziger Dialoge. Meine Lieblingszeile von Lily Tomlin: „Entschuldigen Sie, aber ich muss mich heute vorzeitig betrinken“. Außerdem wurden zahlreiche schmutzige Witze gesungen, die ich mir alle merken konnte.

Anschließend drängelte sich alles im Cinestar, wo „Absolute Wilson“ Premiere hatte, welche der bedeutende Theaterregisseur himself durch seine Anwesenheit krönte.

Video: Premiere-Talk
"ABSOLUTE WILSON "

Video: Premiere-Talk
"TINTENFISCHALARM"

Video: Premiere-Talk
"FABULOUS ! THE STORY OF QUEER CINEMA"

Alldieweil interviewte ich die halbe TEDDY-JURY und erfuhr von Klaus Waigand, dass er sich mehr Kurzfilme mit queeren Inhalten gewünscht hätte. Gestern lief aber einer: „Reporter Zero“ porträtiert Randy Shilts, einen Vorreiter in mehrfacher Hinsicht. Der erste offen schwule Reporter einer großen US-Tageszeitung beschäftigte sich ab 1980 im „San Francisco Chronicle“ intensiv mit der aufkommenden Aids-Epidemie, „der politischsten Seuche, die es je gab!“ Als Journalist wollte er seine Macht benutzen, um die Wahrheit zu sagen. Doch er machte sich viele Feinde in der Gay Community, als er die Schließung schwuler Saunen forderte, um „Leben zu retten“. Der Autor des Weltbestsellers „And the Band Played On“ starb makabrerweise selbst an Aids. „Reporter Zero“ beschreibt die liberale Atmosphäre im sexgeschwängerten Castro-Viertel, bis zum Niedergang durch den HI-Virus. Ein wichtiges Zeitdokument, das bestens zum TEDDY TWENTY passt.
 
 

ANDREA WINTER interviews members of the TEDDY- Jury
Video: Interview Noah Cowan, TEDDY- Jury President from Canada
Video: Interview John Badalu, TEDDY-Jury Member from Indonesia
Video: Interview Matthew Fox , TEDDY- Jury Member from England

GOOD MORNING... QUEER ACADEMY
Let´s talk about...film!
On the following three days TEDDY Foundation and Queer Academy invite you to Homebase Independent Lounge (Köthener Str. 44) for breakfast and talks.

Tuesday Feb. 13, 11 am to 1 pm
Que(er) sera, sera...

Ido Abram, director of the Rotterdam Cinemarts and the Maurice Binger Film Institute, discusses contents, topics and future challenges with:
Rose Troche, filmmaker, USA
Jan Krüger, filmmaker, Germany
Tudor Giurgiu, filmmaker, Romania
Julian Hernandez, filmmaker, Mexico

Mit der rumänischen Romanze „Love Sick“ von Tudor Giurgiu ging’s im Panorama heiter weiter. Der Film beschreibt die Liebe zwischen den Studentinnen Kiki und Alex locker und unkompliziert. Die Girls sind attraktiv und ästhetisch wie in einem Werbespot, aber ihre Love Story ist fast zu schön, um wahr zu sein.
Denn wenn Rumänien auch mit aller Kraft in die Europäische Union strebt, ändert dies nichts an der homophoben Stimmung im Land. Wir erinnern uns an die Geschichte einer Handballspielerin, die wegen ihrer Frauen-Liebe zu einer langen Haftstrafe verurteilt wurde und mit Mörderinnen einsaß.

Video: Interview Tudor Giurgiu, director of "LEGATURI BOLNAVICIOASE"

„Love Sick“ hat im Mai in Rumänien Premiere und wird den Diskurs über Homosexualität hoffentlich positiv beeinflussen. übrigens, der Originaltitel „Legaturi Bolnaviciose“ heißt auf Deutsch kranke Liebe, erklärte mir Tudor. Neben der Liebe zu Kiki hat Alex nämlich auch eine inzestuöse Beziehung zu ihrem eifersüch-tigen Bruder Sandu. Ich hätte auf diesen Dreh-buch-Part gerne verzichtet, aber Tudor sagt, dass kommt oft vor im heutigen Rumänien. Das ist ja fast schon postmodern. Eines gibt es dort aber nicht mehr, obwohl der Film von Transylvania Productions finanziert wird, und das sind die Vampire. Schade eigentlich.

Article: Teddy Twenty Tribute
Today's Screening:
ALL OVER ME
Director: Alex Sichel
TEDDY AWARD WINNER 1997

LA LEY DEL DESEO
Director: Pedro Almodóvar
TEDDY AWARD WINNER 1987

POISON
Director: Todd Haynes
TEDDY AWARD WINNER 1991

TINY & RUBY: HELL DIVIN´ WOMEN
Director: Greta Schiller, Andrea Weiss
TEDDY AWARD WINNER 1989

LOOKING FOR LANGSTON
Director: Isaac Julien
TEDDY AWARD WINNER 1989

TONGUES UNTIED
Director: Marlon T. Riggs
TEDDY AWARD WINNER 1990

RIGHTS & REACTIONS
Director: Phil Zwickler, Jane Lippman
TEDDY AWARD WINNER 1988
Today's Screenings
 
 

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